TRENDS SOMMER 2026

Der “Coolcation”-Trend gewinnt in Europa an Boden
Angesichts der zunehmenden Hitzewellen ändern europäische Camper nach und nach ihre Reisegewohnheiten. Zwar bleibt Südeuropa das bevorzugte Reiseziel, doch die Nachfrage nach kühleren Regionen im Norden und nach Reisezielen in den Bergen steigt stark an, während sich die Reisezeiten zunehmend in den Frühling und Herbst verlagern. Dieser Trend bestätigt den Aufstieg der sogenannten „Coolcation“, bei der Reiseziele mit milderen Temperaturen im Sommer bevorzugt werden. Zu den wichtigsten Nutzniessern dieser Entwicklung zählen die Alpenregionen, die von der Suche nach klimatischem Komfort und Naturerlebnissen profitieren. >> MEHR ERFAHREN

Schluss mit dem Faulenzen, her mit dem “Skilliday”
Laut einer gross angelegten Studie, die Mastercard in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut 3Gem unter mehr als 27’000 Reisenden in 28 europäischen Ländern durchgeführt hat, sorgt ein neues Phänomen derzeit für Aufruhr in der Tourismusbranche: der “Skilliday”. Dieser neue Begriff bezeichnet Aufenthalte, bei denen das Lernen ganz oder teilweise im Mittelpunkt steht. In der Schweiz plant fast jeder Zweite (45 %), während der Sommerferien eine neue Kompetenz zu erwerben. Dieser Trend ist besonders ausgeprägt bei Vertretern der Generation Z. Was das Lernen betrifft, richten sich die Interessen der Schweizer insbesondere auf die Gastronomie und die regionale Küche. >> MEHR ERFAHREN

Vorausschauendes Handeln und Flexibilität: die neuen Spielregeln
Reisende buchen ihre Ferien mittlerweile früher als vor der Pandemie und Last-Minute-Buchungen gehen an vielen Reisezielen zurück. Für Alpenferienorte, nicht zuletzt im Wallis, wird es dadurch umso wichtiger, die Nachfrage frühzeitig durch Early-Booking-Strategien und dynamische Preisgestaltung zu sichern. Die anhaltende Unsicherheit erfordert jedoch auch Flexibilität, um Spätbuchungen optimal zu nutzen. >> MEHR ERFAHREN
Balkanreisen gewinnen bei Schweizer Gästen stark an Bedeutung
Balkandestinationen verzeichnen 2026 starke Buchungszuwächse bei Schweizer Reisenden. Laut Dertour Suisse steigen die Buchungen für Montenegro um 97%, für Bulgarien um 95%, für Albanien um 55% und für Kroatien um 50%. Besonders beliebt sind die Destinationen bei Paaren, die 46% aller Buchungen ausmachen, gefolgt von Familien mit rund 26%. Als Hauptgründe gelten attraktive Preise, authentische Reiseerlebnisse und eine gute Erreichbarkeit. Parallel dazu bauen Airlines ihr Angebot aus: Swiss nimmt Rijeka neu in den Sommerflugplan auf und erhöht die Frequenzen nach Tirana. >> MEHR ERFAHREN

ALPENTOURISMUS & AKTIVITÄTEN

Investieren, um unter schwierigen Rahmenbedingungen bestehen zu können
Noch nie war die wirtschaftliche Gleichung der Skigebiete so komplex wie heute. Steigende Ausrüstungskosten, regulatorische Auflagen, hohe Investitionen zur Aufrechterhaltung der Erreichbarkeit in den Höhenlagen: jeder Franken Umsatz erfordert mittlerweile mehr Kapital. Dennoch investieren die Betreiber weiterhin massiv, da sie sich ihrer treibenden Rolle für die lokale Beschäftigung und die Tourismuswirtschaft bewusst sind. Sowohl in den Nordalpen als auch in anderen Gebirgsmassiven werden Investitionen mehr denn je zu einem Instrument für die regionale Widerstandsfähigkeit und den nachhaltigen Wandel der Skigebiete. >> MEHR ERFAHREN

Eine globale Bergkultur vor denselben Herausforderungen
Von den USA bis in die Schweiz kommen die Verantwortlichen der Skigebiete zu einer weitgehend einhelligen Einschätzung: Klimawandel, steigende Kosten, Investitionsdruck und sich wandelnde Kundenerwartungen prägen die Zukunft der Bergwirtschaft neu. Trotz unterschiedlicher nationaler Rahmenbedingungen konzentrieren sich die Anliegen auf Resilienz, Innovation und das Kundenerlebnis. Eine der wichtigsten Botschaften dieser internationalen Analyse ist die Notwendigkeit, das Besuchererlebnis zu vereinfachen und gleichzeitig die Bemühungen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Modernisierung der Infrastruktur fortzusetzen. Die Skigebiete sind aufgefordert, zugänglicher, intuitiver und kundenorientierter zu werden. >> MEHR ERFAHREN

BEHERBERGUNG – GASTRONOMIE

Schweizer Kurzzeitvermietung Marktstudie
Falls Sie in dieser Branche tätig sind, trägt Ihre Teilnahme an der Schweizer Marktstudie für Kurzzeitvermietungen 2026 – durchgeführt von der Hochschule für Wirtschaft der HES-SO Valais-Wallis – zu einem besseren Verständnis des STR-Marktes bei. Im Gegenzug senden wir Ihnen den vollständigen Bericht, der Ihnen helfen kann, künftig bessere Entscheidungen zu treffen und Ihre finanziellen Ergebnisse zu verbessern.

>> Teilnehmen : UMFRAGE (Kurze Umfrage auf Deutsch oder English)

Ein neues Instrument zur Bewertung von Reisezielen: das gastronomische “Niveau”
Die World Foodtravel Association kündigt die bevorstehende Veröffentlichung eines Indexes mit dem Titel “The Taste of Place Global Index” an, der dem in den letzten Jahren geäusserten Bestreben entspricht, den touristischen Erfolg nicht mehr nur anhand der Zahl der Ankünfte, Hotelübernachtungen und Besucherausgaben zu messen. Mit der Schaffung eines globalen Geschmacksindexes wollen die Autoren untersuchen, wie Reiseziele weltweit kulinarische Kultur, Kulturerbe, lokale Erzeuger und gastronomische Erlebnisse in ihre globalen Strategien zur Tourismusentwicklung integrieren. >> MEHR ERFAHREN

Die Schweizer Hotellerie verzeichnet einen stabilen Jahresstart
Die Hotellerie verzeichnete in der Schweiz von Januar bis Mai 2026 insgesamt 16 Mio. Logiernächte. Das sind –0,3% oder –50’000 Logiernächte im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode. Insgesamt 8 Mio. Logiernächte gingen auf das Konto der ausländischen Gäste (–1,4%). Die inländischen Gäste generierten 8,2 Millionen Logiernächte (+0,7 %). Im Mai 2026 wurden insgesamt 3,4 Mio. Logiernächte verzeichnet, das sind –1,1% oder –38’000 Logiernächte im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode. >> MEHR ERFAHREN

Expedia stellt die Marke Ebookers ein
Die Expedia Group stellt die Online-Reiseplattform Ebookers per 2. September 2026 in mehreren europäischen Märkten ein, darunter die Schweiz, Deutschland und Frankreich. Betroffen sind die Website, die App sowie das Kundenprogramm Bonus+. Neue Buchungen von Hotels, Flügen oder Reisepaketen werden danach nicht mehr möglich sein. Kundinnen und Kunden sollen künftig über Hotels.com buchen, das ebenfalls zur Expedia Group gehört. Die Schliessung verdeutlicht die zunehmende Konsolidierung im Markt der Online-Reiseplattformen. >> MEHR ERFAHREN

TRENDS & DIGITAL

KI beschleunigt das Ende des traditionellen DMO-Modells
KI lenkt den Traffic von Tourismus-Websites zugunsten automatisierter Antworten um. Die Folge: DMOs müssen sich zu “Anbietern von Inhalten und Dienstleistungen” entwickeln, die direkt in digitale Ökosysteme integriert sind. Eine entscheidende Transformation für alpine Reiseziele, die in den Entscheidungsprozessen sichtbar bleiben wollen. >> MEHR ERFAHREN

der Tourismus – ein bevorzugtes Ziel von Hackern
Innerhalb von 48 Stunden wurden mehrere grosse Akteure der Tourismusbranche Opfer von Cyberangriffen, von denen Millionen von Kunden betroffen waren. Für die Tourismusbranche ist die Herausforderung klar : Cybersicherheit wird zu einer strategischen Säule, genau wie die Infrastruktur oder das Kundenerlebnis. >> MEHR ERFAHREN

Das Paradoxon der KI in der Reisebranche
KI verändert die Art und Weise, wie Reisende ihre Ferien planen, grundlegend. Sie vereinfacht die Suche, beschleunigt die Entscheidungsfindung und eröffnet neue Inspirationsquellen. Doch diese massive Nutzung endet an der Schwelle zur eigentlichen Buchung. Warum? Weil die Buchung einer Reise nach wie vor als risikoreich empfunden wird. Im Falle eines Problems wünschen sich Reisende einen identifizierbaren Ansprechpartner, eine Marke, die Verantwortung übernimmt, und zuverlässige Unterstützung anbietet. Im Zeitalter der KI ist Vertrauen keine Selbstverständlichkeit mehr: es wird zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil. >> MEHR ERFAHREN

Eine weltweite Studie des Club Med bestätigt diesen prägenden Trend: Reisende sind bereit, KI zu nutzen, aber zu ihren eigenen Bedingungen. Sie bevorzugen nützliche Assistenten, die auf Abruf aktivierbar sind, ihre Empfehlungen erklären können und individuelle Präferenzen berücksichtigen. Vertrauen wird zu einem entscheidenden Differenzierungsfaktor. Für Tourismusmarken ist KI nicht mehr nur eine technologische Innovation: sie wird zu einem strategischen Hebel, um reibungslosere, menschlichere und wirklich auf den Reisenden ausgerichtete Erlebnisse anzubieten. >> MEHR ERFAHREN

China, zukünftiger Motor des weltweiten Tourismus
China holt die USA rasch ein und könnte in den nächsten Jahren zur weltweit führenden Tourismuswirtschaft aufsteigen. Diese Dynamik beruht sowohl auf einem riesigen Binnenmarkt als auch auf der zunehmenden Bedeutung chinesischer Reisender im Ausland, die die weltweiten Tourismusströme nach und nach neu gestalten. Die strategische Herausforderung für die Reiseziele ist klar: die Rückkehr und den Wandel der chinesischen Kundschaft (Erwartungen, Verhaltensweisen, Kanäle) vorwegzunehmen, um einen Anteil an diesem stark expandierenden Markt zu gewinnen, der auf globaler Ebene prägend werden wird. >> MEHR ERFAHREN

GOVERNANCE & INSTITUTIONNELLES

STV setzt auf Resilienz, Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit
STV-Präsident Reto Nause sieht den Schweizer Tourismus trotz Rekordzahlen weiterhin vor grossen Herausforderungen. Im Zentrum stehen stabile politische Rahmenbedingungen, Investitionen in nachhaltige Infrastruktur sowie innovative touristische Angebote. Gleichzeitig sollen Förderinstrumente wie Innotour oder Schweiz Tourismus langfristig gesichert werden. Nause betont die Bedeutung des Inlandtourismus als stabilisierenden Faktor in Krisenzeiten, während internationale Gäste für die ganzjährige Auslastung wichtig bleiben. Zu den zentralen Herausforderungen zählen Fachkräftemangel, Klimawandel, Digitalisierung und geopolitische Unsicherheiten. >> MEHR ERFAHREN

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