Suchmaschinen und Buchungsplattformen sind nicht mehr die einzigen Vermittler zwischen Hotels und ihren Kunden. KI-basierte Assistenten – ChatGPT, Google AI, Gemini, Perplexity oder auch die Chatbots der OTAs – verändern grundlegend die Art und Weise, wie Reisende nach Unterkünften suchen, diese vergleichen und auswählen. In diesem neuen Ökosystem reicht es nicht mehr aus, gut platziert zu sein: Man muss von der KI verstanden werden.
Genau auf diese Herausforderung geht unser neues Whitepaper „Werden Sie für KI sichtbar – Die Schlüssel zur semantischen Optimierung und GEO für Hotels” ein, das sich an Hoteliers, Destinationen und Akteure im Tourismusbereich richtet.
Von SEO zu GEO: Warum sich die Spielregeln ändern
Jahrelang basierte die Online-Sichtbarkeit hauptsächlich auf klassischer Suchmaschinenoptimierung (SEO): Schlüsselwörter, eingehende Links, Positionierung in den Google-Ergebnissen. Heute funktionieren generative Suchmaschinen anders.
Sie listen nicht mehr Dutzende von Links auf, sondern geben direkt einige Empfehlungen – oft drei bis fünf Hotels – als Antwort auf eine in natürlicher Sprache formulierte Anfrage. Diese Veränderung markiert den Übergang von Search Engine Optimization (SEO) zu Generative Engine Optimization (GEO). Um von einer KI ausgewählt zu werden, muss ein Hotel klare, strukturierte, kohärente und überprüfbare Informationen aus verschiedenen Quellen (Website, OTA, Google Business Profile, SIT, Drittanbieterplattformen) bereitstellen können.
Strukturierte Daten: der „Personalausweis” des Hotels für KI
Das Whitepaper basiert auf einer einfachen Feststellung: KI liest eine Website nicht wie ein Mensch. Sie analysiert, vergleicht und validiert Daten. Sind diese mehrdeutig oder gehen sie in Marketingtexten unter, läuft das Hotel Gefahr, ignoriert oder falsch interpretiert zu werden.
Die Lösung?
⇒ Strukturierte Daten, insbesondere über den Standard Schema.org im JSON-LD-Format.
Diese Markierung fungiert als eine Art digitaler Ausweis des Unternehmens: Standort, Kategorie, Zimmer, Ausstattung, Richtlinien, Dienstleistungen, Öffnungszeiten. Diese für den Kunden unsichtbare, für KI-Engines jedoch unverzichtbare technische Ebene ermöglicht es Hotels, als zuverlässige und vergleichbare Einheiten identifiziert zu werden.
Das Whitepaper zeigt anhand einer konkreten Fallstudie (das Hôtel du Mont-Blanc in Chamonix), wie diese Strukturierung das Verständnis und die Empfehlungen durch KI-Agenten verbessert.
Ein strategischer Hebel, der in der Hotellerie noch zu wenig genutzt wird
Unsere Forschungsarbeiten und Beobachtungen im europäischen Hotelsektor zeigen, dass dieser Hebel nach wie vor weitgehend ungenutzt bleibt, insbesondere in einem Umfeld, das von KMU dominiert wird. Dabei bieten strukturierte Daten drei wesentliche Vorteile:
- Sie können vom Hotelier direkt kontrolliert werden;
- Sie sind technologisch nachhaltig und unabhängig von einer einzigen Plattform;
- Sie verbessern die Sichtbarkeit nicht nur bei Google, sondern auch in den von KI generierten Antworten.
In einem Umfeld, in dem der Wettbewerb um einen Platz auf der «Shortlist» der KI immer härter wird, wird dieser Ansatz zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor.
Ein Whitepaper zum Handeln
Für KI sichtbar zu sein, ist keine Option mehr, sondern eine Voraussetzung, um im Spiel zu bleiben. Dieses Whitepaper ist ein erster Schritt, um die digitale Präsenz von Hotels in einer zunehmend von Algorithmen geprägten Welt zu verstehen, zu strukturieren und zu stärken. Dieses Whitepaper ist nicht theoretisch ausgerichtet. Es bietet:
- eine klare Darstellung der aktuellen Veränderungen,
- strategische Empfehlungen für die Geschäftsleitung,
- operative Ansätze für die Teams
- und konkrete technische Grundlagen für Webmaster und digitale Partner.
Es richtet sich sowohl an Hoteliers als auch an Tourismusorganisationen, Manager von Tourismusinformationssysteme (TIS), Marketingverantwortliche und Webdienstleister, die die Entwicklung des Tourismusvertriebs im Zeitalter der KI vorwegnehmen möchten.
Link zum Whitepaper : Werden Sie für KI sichtbar
Nachstehende Tabelle : Übersicht – Vorrangige Massnahmen, Auszug aus dem Whitepaper
Über die beiden Autoren des Whitepapers :
Jean-Claude Morand ist Doktor der Naturwissenschaften und hat den Grossteil seiner Karriere im Kontakt mit internationalen Hightech-Unternehmen verbracht, wo er für Innovationen im Marketingbereich zuständig war. Er lehrte viele Jahre an mehreren europäischen und schweizerischen Universitäten. Er hat sechs Bücher, zahlreiche wissenschaftliche Publikationen sowie White Papers zum Thema Marketing in der Tourismusbranche und neue Technologien veröffentlicht. Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der International Federation for IT and Travel & Tourism.
Roland Schegg ist Professor an der HES-SO Valais-Wallis sowie Forscher am Institut du Tourisme (ITO) in Siders (Schweiz). Er besitzt einen Abschluss der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) sowie einen Doktortitel der Universität Genf. Seit mehr als 20 Jahren befasst er sich mit der digitalen Transformation im Tourismus und in der Hotellerie, insbesondere mit der Entwicklung der Vertriebskanäle (z. B. Booking.com, Expedia, Google), sozialen Netzwerken, der Einführung neuer Technologien, künstlicher Intelligenz sowie Datenstrategien und der Bewertung der digitalen Reife von Tourismusunternehmen. In jüngerer Zeit beschäftigt er sich zudem mit Nachhaltigkeitsfragen in der Hotellerie, der Überwachung von Nachhaltigkeitsindikatoren und dem Übergang zu einer regenerativen Hotellerie.
