TRENDS & DIGITAL

Von der Diagnose zum Handeln: ein Instrument für die digitale Transformation von Reisezielen

Auf der Grundlage der Ergebnisse einer Umfrage unter Destination Management Organisationen (DMOs) in der Schweiz, Österreich, Frankreich und Kanada bieten Kollegen des Instituts für Tourismus nun ein Tool an, das DMOs jeder Grösse dabei unterstützt, eine kohärente und strukturierte digitale Transformation zu entwickeln und umzusetzen. Ein kostenlos zugängliches Tool mit der Möglichkeit, professionelle und erfahrene Unterstützung in Anspruch zu nehmen. >> MEHR ERFAHREN

Alleinreisen etablieren sich als nachhaltiger Trend

Die Suchanfragen zum Thema „Solo-Reisen“ erreichen Rekordwerte, und die Nachfrage wächst schneller als bei Reisen zu zweit oder mit der Familie. Lange Zeit als Nischenmarkt betrachtet, ziehen Solo-Reisen mittlerweile sehr unterschiedliche Zielgruppen an, wobei die Zahl der Reisenden, die Freiheit, Flexibilität und individuelle Erlebnisse suchen, stark zunimmt. Dennoch sind viele touristische Angebote nach wie vor auf Paare oder Gruppen ausgerichtet. Unterkünfte, Aktivitäten und Pauschalangebote würden davon profitieren, die Erwartungen der Alleinreisenden besser zu berücksichtigen – ein stark wachsendes Segment, das nach Unabhängigkeit, Sicherheit und authentischen Erlebnissen sucht. >> MEHR ERFAHREN

Google wandelt sich von einer Suchmaschine zu einer Antwortmaschine

Mit der Einführung von „AI Overviews“ wird Google direkt KI-generierte Antworten auf die Suchanfragen von Reisenden bereitstellen, wodurch die Bedeutung traditioneller Suchergebnisse abnimmt. Künftig wird die Sichtbarkeit im Tourismusbereich zunehmend davon abhängen, inwieweit Reiseziele und Anbieter in KI-Systeme integriert und von diesen empfohlen werden – und nicht mehr nur davon, wie gut sie bei Google positioniert sind. >> MEHR ERFAHREN

KI im Dienste des nachhaltigen Tourismus

Zwar möchten viele Reisende die Auswirkungen ihrer Ferien verringern, doch der Schritt von der Absicht zur Tat ist oft schwierig. KI könnte eine Schlüsselrolle spielen, indem sie die Suche nach nachhaltigen Optionen vereinfacht und die Informationsflut verringert, die Verbraucher abschreckt. So könnte KI zu einem Hebel für die Verbreitung des nachhaltigen Tourismus werden, indem sie Reisenden hilft, verantwortungsbewusste Angebote, CO₂-arme Mobilitätslösungen und Reiseziele, die weniger vom Overtourismus betroffen sind, leichter zu finden. >> MEHR ERFAHREN

Das Vertrauen der Reisenden bewahren oder wiederherstellen

Angesichts der zunehmenden Verbreitung von KI-generierten Bildern hat der Bundesstaat Tennessee das Programm „Real Seal“ ins Leben gerufen, das die Echtheit der in seiner Tourismuswerbung verwendeten Fotos zertifiziert. Jedes validierte Bild ist mit Metadaten verknüpft, anhand derer sich insbesondere der genaue Aufnahmeort überprüfen lässt. Im Zeitalter der generativen KI wird Authentizität zu einem neuen Wettbewerbsvorteil. Vertrauen beruht nicht mehr nur auf der Qualität der Inhalte, sondern auch auf deren Glaubwürdigkeit. Die gezielte Vermittlung realer Erlebnisse, Landschaften und Kulturgüter könnte zu einem starken Differenzierungsfaktor werden, insbesondere bei Reisenden, die künstlichen Inhalten zunehmend misstrauisch gegenüberstehen. >> MEHR ERFAHREN

In diesem Zusammenhang richtet das österreichische Tourismusministerium eine Hotline für Unternehmen aus den Bereichen Tourismus, Hotellerie, Gastronomie und Freizeit ein, die mit gefälschten Online-Bewertungen konfrontiert sind. Gewerbetreibende, die Opfer betrügerischer Kommentare geworden sind, können sich nun von einer spezialisierten Stelle beraten lassen und erfahren, welche Schritte sie dagegen einleiten können. >> MEHR ERFAHREN

Konsolidierung im Outdoor-Bereich: Ein europäischer Gigant entsteht

Das österreichische Unternehmen CheckYeti übernimmt die französische Plattform Manawa und schafft damit einen führenden europäischen Akteur im Bereich der Buchung von Outdoor-Aktivitäten. Diese Transaktion bestätigt die Konsolidierungsdynamik auf dem Markt für Outdoor-Erlebnisse, die durch die Digitalisierung des Vertriebs und die steigende Nachfrage nach Aktivitäten in der Natur vorangetrieben wird. Die Sichtbarkeit der Anbieter von Outdoor-Aktivitäten hängt zunehmend von grossen Plattformen ab, die in der Lage sind, die internationale Nachfrage zu bedienen. Für Bergregionen wie das Wallis, wo Manawa bereits zahlreiche Erlebnisse vermarktet, unterstreicht diese Entwicklung die Bedeutung einer leistungsstarken digitalen Präsenz und einer guten Integration in die wichtigsten Vertriebskanäle, um auf den internationalen Märkten wettbewerbsfähig zu bleiben. >> MEHR ERFAHREN

BEHERBERGUNG

Innovation bei den Geschäftsmodellen im Gastgewerbe

Ein Teil des InnoSuisse-Projekts „Resilient Tourism“ ermöglichte es insbesondere, die Geschäftsmodelle von Hotels und anderen Akteuren der Gastgewerbebranche neu zu überdenken. Christian Laesser und Simon Kuster von der Universität St. Gallen haben 97 Hebel identifiziert, mit denen sich das Wertversprechen, die Wertschöpfung und die Ertragslogik strukturiert bearbeiten lassen. Die zentrale Idee ist besonders interessant: Die Anpassungsfähigkeit eines Betriebs hängt nicht von der Übernahme einiger isolierter Ideen oder Trends ab, sondern von der Kohärenz seines gesamten Geschäftsmodells – von den Kundenbedürfnissen über die Leistungen und die Organisation bis hin zum Ertragsmodell. >> MEHR ERFAHREN

Campingplätze passen sich den klimatischen Herausforderungen an

Trotz der zunehmenden Hitzewellen blickt die Campingbranche zuversichtlich in die Zukunft. Angesichts der neuen Erwartungen der Reisenden investieren Campingplätze in Beschattung, Wärmemanagement, Umweltfreundlichkeit und Sicherheit, um den Komfort der Aufenthalte zu gewährleisten. Die Anpassung an den Klimawandel wird zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Reiseziele, die Kühle, Natur und thermischen Komfort bieten können, könnten von einem wachsenden Vorteil profitieren, während die touristische Infrastruktur ihre Umstellung beschleunigen muss, um den neuen klimatischen Bedingungen gerecht zu werden. >> MEHR ERFAHREN

ALPENTOURISMUS & AKTIVITÄTEN

Das Wandern bestätigt seinen Status als wichtiger Trend

Auf Wandern und Outdoor-Aktivitäten ausgerichtete Aufenthalte erfreuen sich weiterhin wachsender Beliebtheit bei den Reisenden. Diese Entwicklung ist Teil der Suche nach authentischen Erlebnissen, nach Kontakt mit der Natur und nach Reisezielen, die Erfrischung, Wohlbefinden und Abschalten bieten. Damit etabliert sich das Wandern als wichtiger Hebel für die Diversifizierung des Tourismus. Reiseziele, die ihre Wanderwege, Landschaften und Outdoor-Angebote optimal zur Geltung bringen können, verfügen über einen grossen Vorteil, um das ganze Jahr über Gäste anzulocken, die auf der Suche nach nachhaltigen und aktiven Erlebnissen sind. >> MEHR ERFAHREN

Barrierefreier Tourismus – ein noch unzureichend genutztes Potential

Während sich der inklusive Tourismus zunehmend als gesellschaftliches und wirtschaftliches Thema etabliert, zielt das Gütesiegel „Destination pour Tous“ darauf ab, Regionen auszuzeichnen, die in der Lage sind, ein Erlebnis anzubieten, das wirklich für alle Zielgruppen zugänglich ist – unabhängig von Alter, Fähigkeiten oder besonderen Bedürfnissen. Barrierefreiheit ist nicht mehr nur eine Frage der sozialen Verantwortung. Sie wird zu einem Differenzierungs- und Attraktivitätsfaktor, der es ermöglicht, die Zielgruppen zu erweitern und gleichzeitig die Gesamtqualität des touristischen Erlebnisses zu steigern. >> MEHR ERFAHREN

Koopetition – ein Zukunftsmodell für Skigebiete

Angesichts steigender Kosten, klimatischer Herausforderungen und zunehmenden Wettbewerbs würden Skigebiete nicht nur davon profitieren, miteinander zu konkurrieren, sondern auch davon, stärker zusammenzuarbeiten. Der Artikel stellt das Konzept der „Koopetition“ in den Vordergrund. Gemeint sind Kooperationen zwischen Wettbewerbern, bei denen bestimmte Ressourcen, Dienstleistungen oder Kompetenzen gemeinsam genutzt werden, während die unternehmerische Eigenständigkeit erhalten bleibt. In Bergregionen könnte die Wertschöpfung zunehmend auf der Zusammenarbeit zwischen Skigebieten, Seilbahnen, Skischulen, Beherbergungsbetrieben oder Dienstleistungsplattformen beruhen. Die Fähigkeit, bestimmte Funktionen gemeinsam zu nutzen und gleichzeitig die Identität jedes einzelnen Reiseziels zu bewahren, könnte zu einem wichtigen Hebel für Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz werden. >> MEHR ERFAHREN

GASTRONOMIE – VERPFLEGUNG

Genussreisen und gastronomische Erlebnisse entwickeln sich weltweit zu einem wichtigen Wachstumssegment im Tourismus. Immer mehr Destinationen setzen auf regionale Kulinarik, Spitzenrestaurants und renommierte Restaurantführer, um sich als attraktive Genussdestinationen zu profilieren.

Das Burgenland präsentiert seine ausgezeichneten Gastronomiebetriebe neu über eine App, mit der Gäste individuelle Kulinarikreisen zusammenstellen können (www.burgenland.info). Kärnten setzt mit einem neuen Slow-Food-Guide auf authentischen Genuss und empfiehlt 76 ausgewählte Restaurants (www.kaernten.at). Auch Kroatien verfolgt konsequent die Positionierung als Gastronomiedestination und verfügt inzwischen über 13 Michelin-ausgezeichnete Restaurants (www.heute.at, 27.05.2026). Internationale Aufmerksamkeit erhält zudem Neuseeland, das erstmals mit einem Michelin Guide vertreten ist, insgesamt wurden 110 Restaurants aufgenommen (www.guide.michelin.com).

Spitzenköche als touristischer Anziehungspunkt

Auch Veranstalter und Events setzen verstärkt auf kulinarische Exzellenz. So stehen auf den Excellence-Flussreisen im Oktober und November 36 Spitzenköche mit 51 Michelin-Sternen und 590 GaultMillau-Punkten am Herd. >> MEHR ERFAHREN
Das St. Moritz Gourmet Festival erweitert sein erfolgreiches Winterformat erstmals um eine Sommerausgabe Ende August mit zehn internationalen Gastköchen. >> MEHR ERFAHREN

Zwischen Wachstum und wirtschaftlichem Druck

Gleichzeitig verschärft sich jedoch der wirtschaftliche Druck auf die Spitzengastronomie. Steigende Kosten, Fachkräftemangel und ein verändertes Konsumverhalten führen dazu, dass selbst renommierte Sternerestaurants in Deutschland und der Schweiz ihren Betrieb einstellen müssen (Restaurant Verena, Olten, www.blick.ch, 28.10.25 ; Paradies, Baden, www.20min.ch, 10.10.2025 ; The Dining Room, Zug, www.nau.ch, 25.01.26). Der Gastrotourismus boomt, doch für viele Spitzenbetriebe bleibt wirtschaftlicher Erfolg trotz höchster Auszeichnungen eine anspruchsvolle Herausforderung.

GOVERNANCE & INSTITUTIONEN

Parlamentarische Debatten über den Mehrwertsteuersatz für Beherbergungsleistungen

Die Verlängerung des Sonder-Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungsleistungen um weitere acht Jahre (über Dezember 2027 hinaus) wird derzeit im Parlament diskutiert, wobei die beiden Kammern momentan unterschiedliche Standpunkte vertreten. Während der Sommersession hat der Nationalrat beschlossen, nicht auf die Vorlage einzutreten, während die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats am 11. August den gegenteiligen Standpunkt eingenommen hat. Der Ständerat wird sich nun mit dem Geschäft befassen, und sollten die Meinungen weiterhin auseinandergehen, sind die Diskussionen zu diesem Thema in Bern noch lange nicht beendet… >> MEHR ERFAHREN

p

Hinweis

Tourobs stützt sich bei seinem Monitoring auf eine Vielzahl von Quellen. Einige dieser Quellen sind nicht frei zugänglich, daher kann der Zugriff auf einzelne Artikel im Newsletter eingeschränkt sein.

Möchten Sie unseren Newsletter direkt per E-Mail erhalten? Melden Sie sich hier an : Anmeldung

0 Comments

Submit a Comment

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert